Fertig gefastet, fettes Fazit.

So, das war’s also. Sieben Wochen Social Media Fasten.

Kurz zusammengefasst: Es war klasse. Und viel einfacher als erwartet.

Langes Fazit

Es war ganz anders als ich am Anfang gedacht hätte. Ich habe mit dem Fasten angefangen, weil ich genug davon hatte, immer sofort aufs Handy zu schauen und Twitter, Instagram und Facebook zu checken, wenn ich mal 20 Sekunden nichts zu tun habe. In den ersten Wochen, habe ich das Handy trotzdem immer raus geholt und dann zB das Wetter, den AppStore oder meine eMails gecheckt. Als mir das dann aufgefallen ist, habe ich bewusst probiert, auch das sein zu lassen. Und es hat sogar einigermaßen geklappt. Nach ungefähr der Hälfte der Zeit habe ich es dann auch geschafft, einfach mal in der U-Bahn zu sitzen, ohne auf mein Telefon zu schauen.

Was ich nicht gedacht hätte: Ich habe gleichzeitig auch weniger Musik unterwegs gehört. Ich glaube, dass das daran liegt, dass ich gerne mitkriegen wollte, was um mich rum passiert. So lange ich auf ein Display starre, sind die Umgebungsgeräusche und Gespräche eher nervig, so dass ich sie mit Kopfhörern und Spotify gerne ausgeblendet habe. Wenn mein Blick aber eh schon umherwandert und nicht aufs Handy gerichtet ist, finde ich es viel angenehmer und spannender, auch zu hören, was um mich rum passiert.

Und so war es auf einmal auch nicht weiter kompliziert, zwanzig Minuten da zu sitzen und nix zu tun außer zu sitzen und zuzuhören.

Ein bisschen geschummelt habe ich natürlich auch.

imgur statt Social Media

Zum Beispiel mit imgur. Wenn mir einfach mal ein bisschen hohle Ablenkung gefehlt hat, dann bin ich hier rumgesurft und habe mich köstlich über belanglose Bilder amüsiert. Und über diesen Hamster. Insgesamt war das aber immer ziemlich gezielt und bewusst. Und weit weg vom unreflektierten Reflex-Checken.

Und mit Foursquare habe ich auch geschummelt. Als ich für zwei Wochen in den USA ware, habe ich das wieder aktiviert, um mir gute Tipps für Restaurants, Cafés und CrossFit-Boxen zu suchen. Und dann habe ich natürlich auch bei diversen Locations eingecheckt und mal ein paar Check-Ins kommentiert. Insgesamt ging’s aber mehr um das Finden von Orten. Und damit hatte das ja wieder irgendwie was mit echtem Leben und wertvollen Informationen zu tun und nicht nur mit bloßem Zeitvertreib.

In den USA habe ich dann allerdings auch eins vermisst: Instagram. Besonders in New York habe ich mehrmals gedacht, dass es doch nett wäre, meine schönen Erlebnisse jetzt einfach mit vielen Leuten zu teilen. Behelfsweise habe ich dann einfach ein paar Fotos bei Threema versendet. Vielleicht war das sogar der bessere Weg. Denn sonst hätte ich doch wieder nur auf Likes gewartet und fleißig Kommentare kommentiert und so vielleicht zehn schönere Momente verpasst.

Und jetzt?

Tja, es ist mittlerweile Dienstag nach Ostern und ich habe keine der Social-Media-Apps wieder installiert. Und auch im Browser war ich noch nicht auf den Seiten. Irgendwie habe ich einfach keine Lust. Und das gefällt mir als Ergebnis ziemlich gut.

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